Kiesgrube Milmersdorf

Trockenrasen-Ansaat in einer ehemaligen Kiesgrube bei Milmersdorf

Im März 2014 haben wir auf einer Fläche von 1,8 ha eine Ansaat auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube durchgeführt. Die Fläche wurde als Refugium für diverse Arten, z.B. Uferschwalbe, Kreuz- und Wechselkröte, von der Agena e.V. in Linum hergerichtet. Es wurden Lesesteinhaufen angelegt, viele Feuchtbiotope geschaffen und sandige Steilwände. Es gestaltete sich schwierig, die nötige Technik auf das Gelände zu bekommen, da das Tor nur eine lichte Weite von 2,80 m besitzt. Durch Nutzung eines Tiefladers und vorsichtigem Fahren konnten wir diese Hürde meistern. Schwierig war an vielen Stellen das unbedingt nötige Anwalzen. Dies war manchmal nicht möglich, weil der anstehende Boden so locker und sandig war, dass sich der Traktor fest fuhr. Auch konnte das nötige flache Ablegen der Samen nicht auf allen Stellen verwirklicht werden, wiederum wegen des sehr lockeren Bodens.

Im 1. Jahr keimte fast nur der zugesetzte Schnellbegrüner, die einjährige Roggentrespe (Bromus secalinus) – ein Nervenkitzel für Auftraggeber und –nehmer. Doch auf solch extremem Standort und den geringen Niederschlägen (um die 500 l, seit 2015 teils deutlich darunter) ist das eine ganz normale Sache. Da ist nur Geduld angebracht. Inzwischen sind die Flächen mit ca. 40 % Flächendeckung begrünt und die meisten der angesäten Arten sind gekeimt.